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Kunstturnen: Yusof gewinnt Bronce! Drucken
25.04.2010
yusof_barren_em.jpgDer Zürcher Junior Eddy Yusof gewinnt an den Europameisterschaften im Barrenfinal die Bronce-Medaille.

Traum wird wahr

Sechs Medaillen - in Birmingham ist ein Traum wahr geworden. Silber im Team, Bronze im Mehrkampf - der Königsdisziplin - durch Pablo Brägger, drei Mal Silber durch Oliver Hegi und Bronze am Barren durch Eddy Yusof.

Der jüngste Eddy Yusof durfte als letzter Turner am Barren an den Start. Yusof und sein Heim-Trainer Aleksandr Krascheninikov (Obgerglatt, RLZ Rümlang) sahen, dass die Turner der ersten Gruppe nicht perfekt turnten. Krascheninikov ermunterte den Bülacher: „Zieh deine Übung durch, dann bist du dabei!" Er behielt die Nerven und zeigte eine sehr saubere Übung. Mit einem Vorsprung von 0,025 Punkten sicherte er sich die Bronzemedaille. „Ich bin überglücklich! Ich habe nie damit gerechnet, ich kam als Siebter in den Final."

Der Zürcher Domenico Rossi, der seit 2009 für die Schweizer Nachwuchschef ist, ist unheimlich stolz auf das ganze Team. Jeder hat sein Bestes gegeben und Nervenstärke bewiesen. Michael Meier verpasste eine Medaille am Sprung um lediglich 0,013 Punkte. Auch der fünfte Turnern Marco Rizzo (Embrach) freut sich über die Teammedaille und weiss, dass er den Einzug in die Gerätefinals am Boden und Sprung nur knapp verpasst hat. Ausländische Trainer und Kampfrichter sind beeindruckt von der Leistungsdichte der helvetischen Junioren. Nicht zu vergessen ist hier Janick Hitz (Rüti), der vor einem Monat das Kreuzband riss. Mit ihm ist in Zukunft ebenfalls zu rechnen.

Männer mit Steigerung

Die Schweizer Männer konnten sich gegenüber der Qualifikation um zwei Positionen steigern und erturnten den guten 5. Schlussrang. Neuer Team-Europameister wurde Deutschland.

Der Finalwettkampf der besten 8 Mannschaften aus der Qualifikation war durch viele Stürze geprägt. So leider auch die Schweiz, welche an ihrem Start- und Zittergerät Pferdpauschen gleich zu Beginn einen Sturz von Roman Gisi in Kauf nehmen mussten. In der Folge fingen sich die Schweizer aber wieder und arbeiteten sich vor allem am Barren und am Reck im Klassement nach vorne.

In einen Gerätefinal schaffte es als einziger Niki Böschenstein und wurde an den Ringen ausgezeichneter Siebter. Er realisierte damit das beste Ergebnis an internationalen Titelkämpfen seiner Karriere.


Renate Ried aus Birmingham (gekürzt)



 
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