Schweizer Meisterschaften Kunstturnen Juniorinnen, 20./21. Juni 2026 in Cornaux
13 Medaillen für Zürcher Kunstturnerinnen
Der Wettkampf der P6-Juniorinnen begann am Schwebebalken. Wie so oft für die einen ein perfekter Start für andere ein wackliger Auftakt. Francesca Savo (TV Urdorf / STP ZH) überzeugte mit der schwierigsten Übung und der hohen Note von 12,05 (D 4,9). Finja Frehner (Satus Uster / STP ZH), die das erste Jahr im P6 turnt zeigte eine stabile Übung. Auch Nala Pête (Turnsport Rüti), die letztjährige Siegerin des P5, kam ohne Sturz durch ihre Kür. Aufgrund mehrerer Wackler musste sie jedoch grössere Abzüge in Kauf nehmen. Alle übrigen Zürcherinnen mussten das Gerät ein- oder sogar mehrmals verlassen. Doch alle bewiesen Kampfgeist und trumpften an den nächsten Geräten mit starken Leistungen auf. Am Boden überzeugte Nala Pête mit einer ausdrucksstarken und energiegeladenen Darbietung: 12,050 (D 4,6), was bis am Schluss die höchste Note an diesem Gerät blieb. Auch bei den nächsten Geräten überzeugten die Zürcherinnen, so dass sie das P6 Juniorinnen dominierten. Francesca Savo sicherte sich Gold und Titel mit 1,7 Punkte Vorsprung auf Finja Frehner und in den auszeichnungsberechtigten Diplomrängen 4-8 klassierten sich gleich vier Turnerinnen des Turnsport Rüti. Nala Pête wurde vierte, Loa Walser fünfte, Elin Zühlke siebte und Melisa Celikci wurde achte. Hinzu kommt Gold in der Teamwertung durch Frehner, Pête und Angelina Cakir (Turnsport Rüti).
Auch in den vier Gerätewertungen gab es Grund zum Jubel: 3x Gold, 3 x Silber und 2 x Bronze die Zürcher Ausbeute.
«Da es sich um die SMJ handelte waren die Turnerinnen angespannter als sonst. Nicht jede war fehlerlos aber alle haben ihr Bestes gegeben. Alle Trainer und Trainerinnen sind sehr stolz auf die Mädchen», erklärte René Poutsma, Stützpunkttrainer Zürich. Für sechs Turnerinnen (Celikci, Frehner, Pête, Savo, Walser, Zühlke) geht die Saison weiter: Sie wurden für die zweite Juniorinnen Europameisterschafts Qualifikation vom kommenden Samstag, am 27. Juni 2026 in Lenzburg nominiert.
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Francesca Savo, TV Urdorf / STP ZH
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Finja Frehner, Satus Uster / STP ZH |
Eleonor Maget, Kutu ZH Oerlikon / STP ZH |
Beindruckendes Karriereblatt
Eleonor Maget (Kutu ZH Oerlikon / STP ZH) legte gleich zu Beginn den Grundstein zur erfolgreichen Fortsetzung ihres Schweizer Meisterschaft Palmarès: Sie startete am Sprung mit 13,350 Punkten souverän in den Wettkampf P5. Auch an den nächsten drei Geräten beeindruckte sie und liess am Ende ihre Konkurrentinnen weit hinter sich. Sie siegte mit 4,15 Punkten Vorsprung. Ihr SMJ-Karriereblatt ist wirklich beeindruckend: 2026 Gold im P5, 2025 Gold im P4, 2024 Gold im P3, 2023 Silber im P2 und 2022 Gold im P1. Ein SM-Diplom erturnte sich auf Rang 6 Jael Iselin (TV Urdorf / STP AG).
Im P4 durfte sich Lilly Winiger (TV Wädenswil / STP ZH) über Bronze im Mehrkampf freuen. Aufgrund einer Fussverletzung trat Léna Speerli (Satus Uster / STP ZH) ‘nur’ am Stufenbarren und Balken an. Dank ihren starken Übungen lieferte sie jedoch wichtige Punkte fürs Team. Winiger, Speerli und Aliyah Gonzales (Kutu ZH Oerlikon / STP ZH) gewannen Silber.
Im P3 gingen gleich drei Medaillenanwärterin an den Start. Panama Meile (Kutu ZH Oerlikon / STP ZH), Carla Benkert (TV Wädenswil / STP ZH) sowie Eline Mächler (Turnsport Rüti). Während Panama Meile – Gold und Carla Benkert – Silber der Wettkampf glückte, lief es Mächler nicht nach Wunsch. An ihrem Paradegerät Schwebebalken musste sich nach der Dreierserie Flickflack einen Sturz in Kauf nehmen. Sie musste sich zum Schluss mit Rang 10 begnügen. Die Goldmedaille im Team tröstete sie etwas über ihre Enttäuschung hinweg.
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Carla Benkert, TV Wädenswil / STP ZH |
Milena Müller, Turnsport Rüti |
Anna Ventre, Kutu ZH Oerlikon |
Am Sonntagmorgen startete Zürich im P2 mit sechs Turnerinnen in der ersten, mit dem Team und einer weiteren Turnerin aus Wädenswil in der zweiten Abteilung. Nach der ersten Abteilung waren Emilia Spirig (Turnsport Rüti) und Luna Sakun (Turnsport Rüti / STP ZH) an der Tabellenspitze und verfolgten gespannt die 2 Abteilung von der Tribüne aus.
In der 2. Abteilung setzte sich die Genferin Soleil Tauscher bereits am Startgerät Sprung von der Konkurrenz ab und gewann schlussendlich den Wettkampf mit deutlichem Vorsprung. Das Team Zürich startete wie die Genferin am Sprung. Milena Müller (Turnsport Rüti), Selina Luternauer (Satus Uster / STP ZH) und Moana Oehler (Turnsport Rüti / STP ZH) hatten so von Beginn weg den direkten Vergleich. Am Stufenbarren zeigten alle drei Zürcherinnen sehr schöne Übungen und auch am Balken konnten Milena und Moana ohne Sturz ihre Übung präsentieren. Milena Müller sicherte sich schlussendlich den hervorragenden dritten Rang. Bei Moana und Selina schlichen sich leider kleine Fehler ein. Für das Team reichte es aber dennoch für den Sieg. Emilia Spirig, die in der ersten Abteilung starten musste wurde sensationelle Vierte. Luna Sakun und Selina Luternauer durften als 6. bzw. 8. eine Auszeichnung entgegennehmen.
Nach Bronze im letzten Jahr im P1 startete Ylva Schnyder (Kutu ZH-Oerlikon) als Favoritin in den Wettkampf. Auch ihre Teamkollegon Anna Ventre gehörte zum Kreis der Medaillenanwärterinnen. Beide zeigten einen fehlerfreien Wettkampf in sehr guter Qualität und wurden dafür verdient mit Gold und Silber belohnt. Ihre Trainerin Nicole Rosenbaum war beindruckt, wie beide dem Druck standhielten. Juna Pête (Turnsport Rüti) komplementierte das Züri Team. Auch Juna turnte einen fehlerfreien Wettkampf und konnte vor allem durch ihre ausdrucksstarke Bodenübung überzeugen. Sie wurde in der Einzelwertung Vierte. Zu dritt durften sich das Team Zürich über Gold freuen. Elisaveta Zvonova als Fünfte und Sophia Kaufmann als Sechste erturnten sich aus der ersten Abteilung ein Diplom./p>
Text: Renate Ried und Marlen Müller
Bilder: Sarah Binz







